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Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA)

Die aus einer Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaikanlage oder Blockheizkraftwerk) gewonnene Energie kann auf mehrere Verbrauchsanlagen aufgeteilt werden. Für die Abrechnung werden fernauslesbare Viertelstundenzähler oder Smart Meter installiert.

Die rechtliche Basis für solche „Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA)“ findet sich im § 16a des Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetzes (ElWOG).

Prinzip einer GEA

Bei einer GEA wird die Energie einer Erzeugungsanlage rechnerisch auf mehrere Verbrauchsanlagen aufgeteilt.

Voraussetzung ist, dass alle teilnehmenden Anlagen an einer im gemeinsamen Eigentum befindlichen Hauptleitung angeschlossen sind. 

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Energieaufteilung

Die Aufteilung der Energie kann nach zwei unterschiedlichen Saldierungsmodellen erfolgen.

  • Statisches Saldierungsmodell
    Die erzeugte Energie wird nach fixen prozentuellen Anteilen auf die Verbrauchsanlagen aufgeteilt. 
  • Dynamisches Saldierungsmodell:
    Die erzeugte Energie wird je nach Anteil der einzelnen Verbrauchsanlagen am Gesamtverbrauch je Viertelstunde aufgeteilt.

Unterschiedliche Rollen der GEA

  • Betreiber
    Eine Person oder Personengemeinschaft, die als Ansprechpartner für den Netzbetreiber benannt wird und diesem die Teilnehmer sowie den Saldierungsmodus mitteilt.
  • Teilnehmender Berechtigter
    Kunde, der sich an der GEA beteiligt und Anteil der erzeugten Energie bezieht.
  • Netzbetreiber
    Der Netzbetreiber liest die Erzeugungs- und Verbrauchswerte aus und führt die Saldierung und Abrechnung durch.

Erforderliche Verträge für eine GEA

  • contentcolumnsitem Vertrag zwischen Betreiber der GEA und dem Netzbetreiber
  • contentcolumnsitem_c Vertrag zwischen Betreiber der GEA und den teilnehmenden Berechtigten (Errichtungs- und Betriebsvertrag)
  • contentcolumnsitem_c_1754333198 Vertrag zwischen den teilnehmenden Berechtigten und dem Netzbetreiber (Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag)
  • contentcolumnsitem_517863845 Zustimmungserklärung für die Auslesung der Viertelstundenwerte von jedem teilnehmenden Berechtigten. Diese sind für die Abrechnung erforderlich

Schritt für Schritt zur GEA

Betreiberrolle festlegen

Legen Sie fest, wer die Betreiberrolle übernimmt und wer an der GEA teilnehmen wird. Der Betreiber ist in weiterer Folge der erste Ansprechpartner für uns als Netzbetreiber.

Anschlusssituation klären

Klären Sie mit uns ab, ob die geplante GEA möglich ist (Anschlusssituation etc.). Dafür können Sie gerne unser Online-Formular nutzen.

Betreiber-Registrierung

Registrieren Sie sich als Betreiber im EDA-Anwenderportal. Dabei erhalten Sie eine eindeutige Betreiberkennung. 

Vertrag abschließen

GEA-Registrierung

Registrieren Sie die GEA über das EDA-Anwenderportal und laden Sie die erforderlichen Verträge hoch.

Aktivierung der GEA

Aktivieren Sie die GEA über das EDA-Anwenderportal. 

Nach Abschluss dieser Schritte kann die Abrechnung der GEA durch uns gestartet werden.

FAQ Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage