Salzburg Netz GmbH

Energieadern in Ihr Heim!

Erdgasnetz

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Daten zum Erdgasnetz  
Netzlänge Erdgas gesamt (HD, MD, ND) 1.966 km
Jahresabsatz 3.575,9 GWh
Maximale Netzlast 01/2008 973,76 MW
Kunden 34.247

 

Für die Erdgasleitungen kommen bei uns mehrere verschiedene Leitungstypen zum Einsatz:

  • Erdgasleitungen aus Polyäthylen PE 80 oder PE 100 orange oder zitronengelb mit einem Betriebsdruck bis zu 1 bar
  • Erdgasleitungen aus Polyäthylen PE 100 in Orange mit bis zu 5 bar
  • Erdgasleitungen aus Stahl mit gelber oder schwarzer Polyäthylenumhüllung bis zu 16 bar
  • Erdgasleitungen aus Stahl gelb oder schwarz bis zu 70 bar Betriebsdruck

In der Regel werden Erdgasleitungen in ca. 0,8 – 1 m Tiefe verlegt. Ausnahmen sind Sonderbauwerke wie Düker, Rohrbrücken oder Leitungen in Steilhängen.  Sämtliche Erdgasleitungen aus Stahl werden passiv durch die Kunststoffumhüllung gegen Korrosion geschützt. Durch den so genannten kathodischen Korrosionsschutz (angelegte Gleichspannung) werden Verletzungsstellen der Kunststoffumhüllung angezeigt und wirksam gegen Korrosionsangriffe durch das Erdreich geschützt.

Wenn Sie Grabungsarbeiten im Bereich von Rohrleitung durchführen müssen, kontaktieren Sie uns bitte rechtzeitig mittels einer Grabungsmeldung und informieren Sie sich über den Schutz von Erdgasleitungen.

Bei den Rohrleitungen im Erdgasbereich wird zwischen Hochdruckleitungen sowie Mittel- und Niederdruckleitungen unterschieden. Nachstehend finden Sie einige Informationen zu diesen Leitungstypen.

  • Unser Hochdrucknetz beginnt an der oberösterreichischen Grenze, verläuft durch den Flachgau in Richtung Salzburg und danach weiter nach Südwesten. Dabei gibt es eine Vielzahl an Verteilernetz-Leitungen, die mittels Hochdruck-Regelstationen die Versorgung verschiedener Flachgauer Gemeinden sicherstellen.

     

    Bei Bauarbeiten im Bereich von Hochdruckerdgasleitungen ist höchste Vorsicht geboten!

     

    Schieberstationen unterbrechen die Erdgashochdruckleitungen (max. Betriebsdruck 70 bar) in regelmäßigen Abständen mit Absperrarmaturen und ermöglichen den Leitungsdruck über spezielle Ausblasevorrichtungen gefahrlos abzublasen. Das ist in erster Linie für Reparaturarbeiten und Netzerweiterungen notwendig.

     

  • In unserem Netz werden Mittel- und Niederdruckleitungen als strahlenförmige Verteilernetze betrieben. An den Druckreduzierstationen, die sich entlang der Hochdruckleitung befinden, wird das Erdgas mit stark reduziertem Druck in die Verteilnetze eingespeist. Aus Sicherheitsgründen wird das von Natur aus geruchlose Erdgas dabei mit einem speziellen Geruchsstoff versetzt. Dadurch kann unbeabsichtigt ausströmendes Erdgas auch bei geringen Mengen sofort am charakteristischen Geruch erkannt werden.

     

    Die Unterscheidung in Mitteldruck- und Niederdruckleitungen erfolgt nach dem maximal zulässigen Betriebsdruck. Dieser ist abhängig vom Rohrwerkstoff, der Rohrklasse und den Abnahmeprüfungen. Er beträgt für Mitteldruckleitungen maximal 5 bar und für Niederdruckleitungen maximal 1 bar. Wir betreiben rund 160 km Mitteldruckleitungen und rund 1.385 km Niederdruckleitungen.

     

  • Der Gasdruck für die Verteilung in den Ortsnetzen muss von 70 bar bzw. 16 bar auf 0,7 bar reduziert werden. Dazu wurden Druckreduzierstationen entlang der Hochdruckleitungen errichtet. Diese Stationen arbeiten vollautomatisch und werden elektronisch überwacht. Störmeldungen werden automatisch über Funkverbindungen in die Netzwarte übertragen, die den zuständigen Erdgas-Bereitschaftsdienst unmittelbar informiert.

     

    In den Verbraucheranlagen der Netzkunden wird der Gasdruck nochmals auf den notwendigen Betriebsdruck der Gasgeräte (0,02 bis 0,1 bar) reduziert. Dafür werden Hausdruckregler oder Zählerregler eingesetzt. Die Schieber- und Druckreduzierstationen sowie die Hausdruckregler werden regelmäßig und entsprechend den gültigen Vorschriften gewartet und überprüft.