Salzburg Netz GmbH

Molchen ermöglicht detaillierte Prüfung der Erdgasleitung im Pinzgau

Die Salzburg Netz GmbH prüft seit heute bis zum 29. Juni 2016 das Gasleitungsnetz im Pinzgau. Dabei wird die Methode des Molchens angewendet. Ziel ist eine optimale Versorgungssicherheit. Zwischen 08.00 und 18.00 Uhr wird an der B311 Pinzgauer Bundesstraße an diesen Tagen durch die Bezirkshauptmannschaft eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h verordnet. Für das bewohnerfreie Gebiet gibt es keine Einschränkungen.

Der „Molch“ ist ein Reinigungs- und Inspektionsgerät zum Einsatz in Rohrleitungen. Die Molchung von Erdgasleitungen ist ca. alle 10 Jahre üblich und die beste Möglichkeit zur Zustandsprüfung von Erdgas-Hochdruckleitungen. Der Molch fährt mit dem Erdgasstrom durch die Leitung, der laufende Betrieb muss somit nicht unterbrochen werden. Um die Molchläufe mit der erforderlichen Geschwindigkeit im Rohr vornehmen zu können, ist es notwendig am Leitungsende in Saalfelden eine oberirdische Fackel (20 m hoch) aufzustellen. Dieser „künstliche“ Verbraucher verbrennt reines Erdgas, dabei ist bläuliches Flimmern sichtbar. Es besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Molchung in drei Phasen

Die Molchung der Erdgasleitung findet in drei Phasen statt: Zuerst wird die Leitung mittels Manschettenmolch gereinigt, Schmutz wie Schweißnahtrückstände, Fett oder Kondensat wird entfernt. Dann folgt der Geometriemolch mit Abtastfingern, er misst die Form des Rohres, stellt Verformungen oder Dellen fest und lokalisiert diese.

Ein mitgeführter Kreiselkompass erstellt eine 3D Lage der Leitung. Als letzter Schritt kommt der intelligente Molch zum Einsatz: Er erzeugt ein Magnetfeld zur Messung von allfälligen Wanddickenunterschieden und zeigt Abweichungen von der Norm. Sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, wird die Leitung punktuell aufgegraben und näher untersucht.

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Prüfung Gasleitungsnetz

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