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Vehicle-to-Home (V2H)

Das Elektroauto als Stromspeicher für Ihr Zuhause

Frau steckt Ladekabel von E-Auto bei Wallbox an

Mit Vehicle-to-Home (V2H) kann ein Elektroauto nicht nur geladen werden: Die Energie aus der Fahrzeugbatterie kann auch wieder für die Versorgung des eigenen Haushalts genutzt werden.

Zum Beispiel kann überschüssiger Strom aus einer Photovoltaikanlage in der Fahrzeugbatterie gespeichert und später im Haushalt genutzt werden. So lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen und der Strombezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren.

Damit V2H funktioniert, müssen Fahrzeug, Wallbox und Hausinstallation technisch dafür geeignet sein. Auch für den Anschluss an das Stromnetz gelten bestimmte Anforderungen.

So funktioniert Vehicle-to-Home

Bei V2H wird das Elektroauto in das Energiesystem des Hauses eingebunden. Die Energie kann dabei in beide Richtungen fließen: von der Stromquelle zur Fahrzeugbatterie und von der Fahrzeugbatterie zurück in den Haushalt. Dieses Prinzip wird als bidirektionales Laden bezeichnet.

Ein typisches Beispiel mit Photovoltaikanlage:

1. Solarstrom erzeugen
Die Photovoltaikanlage erzeugt tagsüber Strom.

2. Fahrzeug laden
Wird mehr Strom erzeugt als im Haushalt benötigt wird, kann der Überschuss die Batterie des Elektroautos laden.

3. Energie speichern
Die Energie bleibt in der Fahrzeugbatterie gespeichert, bis sie benötigt wird.

4. Energie im Haushalt nutzen
Später kann die gespeicherte Energie wieder an den Haushalt abgegeben werden – beispielsweise für Beleuchtung, Haushaltsgeräte oder andere Verbraucher.

Voraussetzungen für Vehicle-to-Home

Für eine V2H-Lösung sind mehrere Komponenten erforderlich:

  • Elektrofahrzeug: Das Fahrzeug muss bidirektionales Laden unterstützen.
  • Bidirektionale Wallbox: Die Ladeeinrichtung muss das Laden und die Rückgabe von Energie aus der Fahrzeugbatterie ermöglichen.
  • Geeignete Hausinstallation: Die elektrische Anlage muss für die geplante V2H-Lösung geeignet sein.
  • Energiemanagementsystem: Je nach System kann ein Energiemanagementsystem erforderlich sein, um die Energieflüsse zwischen Photovoltaikanlage, Fahrzeug und Haushalt zu steuern.

Wichtig: Nicht jedes Elektrofahrzeug und nicht jede Wallbox unterstützt bidirektionales Laden. Fahrzeug und Ladeeinrichtung müssen miteinander kompatibel sein. Prüfen Sie daher die technische Eignung bereits vor der Anschaffung. Die konkrete Planung und Ausführung sollte gemeinsam mit einem befugten Elektrounternehmen erfolgen.

Anforderungen für den Netzanschluss

Für den Netzanschluss muss bei V2H beides berücksichtigt werden: das Laden des Elektroautos und die Rückgabe von Energie an den Haushalt. Deshalb gelten sowohl die Anforderungen für Ladeeinrichtungen als auch für Stromerzeugungsanlagen.

Aus Verbrauchersicht: Die Ladeeinrichtung muss die geltenden Anforderungen für Ladeeinrichtungen gemäß TOR Verteilernetzanschluss erfüllen. Die Liste finden Sie hier.

Aus Erzeugungssicht: Die bidirektionale Wallbox wird aus Erzeugungssicht als Erweiterung der bestehenden Erzeugungsanlage betrachtet. Dabei können sich sowohl die Wechselrichterleistung als auch die insgesamt angeschlossene Batteriekapazität erhöhen. Der eingesetzte Umrichter muss die Anforderungen der TOR für Stromerzeugungsanlagen erfüllen und in der entsprechenden Wechselrichterliste von Österreichs Energie geführt sein.

Ob Anpassungen an einer bestehenden Photovoltaikanlage oder am vorhandenen Wechselrichter erforderlich sind, hängt von der gewählten V2H-Lösung und ihrer technischen Einbindung in die Kundenanlage ab. Dies muss durch das ausführende Elektrounternehmen beurteilt werden.

Der Weg zu Ihrer V2H-Anlage

1

Technische Anforderungen prüfen

Prüfen Sie, ob Fahrzeug und Wallbox bidirektionales Laden unterstützen, kompatibel sind und die geltenden technischen Anforderungen erfüllen.

3

Anschlussbestätigung abwarten

Nach positiver technischer Prüfung erhalten Sie von Salzburg Netz eine Anschlussbestätigung.

4

Installation und Fertigmeldung

Die Installation und Fertigmeldung erfolgen durch Ihr Elektrounternehmen über das Online-Meldewesen.

Häufige Fragen zu V2H

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